Für Mitglieder

Mitgliedschaft

Herzlich Willkommen

Hier finden Sie alle Informationen rund um Ihre Mitgliedschaft. Wir freuen uns, Sie (bald) als neues Mitglied der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz begrüßen zu dürfen. Sie sind damit Teil der ersten Pflegekammer in Deutschland und  Teil einer historischen Entwicklung hin zu einer starken und international anschlussfähigen Pflegeprofession in Deutschland!

100% für dich 6 gute Gründe dabei zu sein

Die Pflegekammer unterstützt mich ganz konkret mit einem umfassenden Angebot an Beratungs- und Serviceleistungen

Das bedeutet:

Sie veröffentlicht Stellungnahmen zu aktuellen fachlichen und ethischen Themen meiner Pflegepraxis. Sie richtet eine Schutz- und Schiedsstelle für Streitfälle ein. Sie leistet kompetente Beratung in meinen beruflichen Fragen.

100% für dich 6 gute Gründe dabei zu sein

Die Pflegekammer entwickelt eine moderne Berufsordnung, auf die ich mich berufen kann

Das bedeutet:

Sie stellt klar, was es heute heißt, professionell Pflegende/r zu sein. Sie legt Aufgaben und Verantwortlichkeiten fest, die ich im beruflichen Alltag übernehmen muss. Sie beschreibt Rechte und Pflichten, die ich als professionell Pflegende/r habe und einfordern kann.

100% für dich 6 gute Gründe dabei zu sein

Die Pflegekammer trägt massgeblich zur Qualitätsentwicklung der Pflege bei

Das bedeutet:

Sie setzt sich für die Entwicklung und Verbreitung von Qualitätsstandards in der Pflege ein. Sie setzt Fachausschüsse ein, die sich mit Fragen der Qualitätsentwicklung in der Pflege auseinandersetzen. Sie fördert eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Berufsbildes.

100% für dich 6 gute Gründe dabei zu sein

Die Pflegekammer vertritt meinen Berufsstand in der Öffentlichkeit

Das bedeutet:

Sie nimmt Stellung zu aktuellen Fragen der pflegerischen Versorgung der Bevölkerung. Sie liefert Beiträge zu einer wertschätzenden Diskussion der Pflege in der Öffentlichkeit. Sie bezieht Position, wenn das Ansehen des Berufsstandes Pflege gefährdet ist.

100% für dich 6 gute Gründe dabei zu sein

Die Pflegekammer vertritt meine Interessen in der Politik

Das bedeutet:

Sie wird in alle Entscheidungsprozesse zu pflegerelevanten Gesetzen und Verordnungen auf Landesebene einbezogen. Sie setzt sich für notwendige Rahmenbedingungen in der Pflegepraxis ein, um die Berufsausübung gewährleisten zu können. Sie wird sich mit anderen Landespflegekammern gemeinsam um eine starke Stimme und Beteiligung auf Bundesebene einsetzen.

100% für dich 6 gute Gründe dabei zu sein

Die Pflegekammer regelt und entwickelt die Fort- und Weiterbildung auch für mich

Das bedeutet:

Sie entwickelt eine zukunftsfähige Weiterbildungs- und Fortbildungsordnung für die Pflegeberufe in Rheinland-Pfalz und trägt damit zu einer qualitativ hochwerigen Gesundheitsversorgung bei.

Registrierung

Mitglied werden: Wer, wie, was

Mitglied ist, wer einen Berufsabschluss in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege oder der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege hat und in Rheinland-Pfalz eine Tätigkeit ausübt, ,,bei der berufsgruppenspezifische Fachkenntnisse angewendet oder verwendet werden".

Jedes Mitglied ist für die Anmeldung bei der Kammer selbst verantwortlich. Pflegende, die in Rheinland-Pfalz ihren Arbeitsplatz haben, sind Mitglied in der Pflegekammer Rheinland-Pfalz. Die Mitglieder der Landespflegekammer werden gemäߧ 111 Absatz 5 Satz 1 Heilberufsgesetz (HeilBG) ermittelt und durch die Pflegekammer registriert. Details hierzu finden Sie in der Meldeordnung. Der einfachste Weg ist es, sich direkt bei Ihrer Pflegekammer zu melden und registrieren zu lassen.

Füllen Sie den Anmeldebogen am PC oder gut leserlich in Druckbuchstaben aus.

Drucken Sie den Anmeldebogen aus.

Unterschreiben Sie den Meldebogen eigenhändig.

Senden Sie den Meldebogen gemeinsam mit der beglaubigten Kopie Ihrer staatlich anerkannten Berufserlaubnis an: Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Große Bleiche 14-16, 55116 Mainz.

Ihre Berufserlaubnis können Sie bei den zuständigen Behörden amtlich beglaubigen lassen. Die Beglaubigung des Dokumentes ist von großer Relevanz, da die Landespflegekammer für Ihre Mitglieder als Interessenwahrer und Qualitätsgarant dient.

Öffentliche Stellen zur Beglaubigung der Berufserlaubnis

Gemeindeverwaltungen

Landkreise

Untere Verwaltungsbehörden, z. B.

Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher

Stadtverwaltungen (Rathaus)

Kreisverwaltungen

Gerichte

Notare

Die 81 gewählten Vertreterinnen und Vertreter sind berechtigt die Kopien zur Vorlage in der Landespflegekammer zu bestätigen.

Zu den Vertretern


Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle sind berechtigt die Kopien zur Vorlage in der Landespflegekammer zu bestätigen.

Ihre Ansprechpartner

Freiwillige Mitgliedschaft

Sie sind kein reguläres Mitglied der Landespflegekammer, möchten aber als Pflegefachperson von den vielseitigen Vorteilen für unsere Mitglieder profitieren, sich in einer unserer Arbeitsgemeinschaften engagieren oder ein Zeichen setzen für die Etablierung einer Pflegekammer in Ihrem Bundesland? Dann werden Sie freiwilliges Mitglied! Einfach die Anmeldeunterlagen ausfüllen und mit den notwendigen Nachweisen einreichen.

mitgliedschaft für Helferberufe

Berufsangehörige, die über eine Berufszulassung im pflegerischen Bereich z.B. in der Altenpflegehilfe oder Krankenpflegehilfe verfügen, können freiwilliges Mitglied werden.
 

mitgliedschaft für Pflegeberufe

Alle Angehörigen der drei Pflegeberufe, die früher in Rheinland-Pfalz tätig waren sowie Schüler, die in Rheinland-Pfalz in der Pflegeausbildung sind, können freiwilliges Mitglied in der Pflegekammer RLP werden.

Mitgliedsbeitrag

Alle Heilberufskammern finanzieren die Umsetzung ihrer Aufgaben über die Beiträge ihrer Mitglieder. Die Beitragsordnung und -systematik der Landespflegekammer RLP hat die Vertreterversammlung am 25. April 2016 verabschiedet.

Download: Beitragsübersicht als PDF


Die Höhe der Beiträge...

>>
... sind vom Leistungsspektrum der Kammer abhängig.

>>
... können aufgrund von Härtefallregelungen individuell angepasst werden.

>>
... Die Mitglieder erhalten automatisch eine Bescheinigung ihres entrichteten Mitgliedsbeitrags.

Die Mitgliedsbeiträge

>>
sind steuerlich absetzbar.

>>
Basis zur Berechnung des jeweiligen Beitrags sind die Einkünfte der Mitglieder aus ihrer pflegerischen Arbeit. Es gilt das durchschnittliche Jahresbruttoentgelt. Der Bruttolohn versteht sich abzüglich Werbungskosten; jedoch zuzüglich Vergütungen für Mehrarbeit und Bereitschaftsdienste gemäß Arbeitgeber-Lohnsteuerbescheinigung.

>>

Auf Antrag wird im Einzelfall geprüft, ob Mitglieder vom Beitrag befreit werden können. Dies betrifft insbesondere Mitglieder in:  Elternzeit, Beschäftigungsverbot, Mutterschutz, Krankengeld, Arbeitslosigkeit, Freistellung  oder Sonderurlaub ohne Bezüge. Der Antrag kann formlos unter Angabe des Grundes sowie Start und voraussichtlichem Enddatum gestellt werden. Dem Antrag sind entsprechende Nachweise beizufügen.

>>
Der Antrag kann formlos auf der Beitragsmeldung unter Angabe von Grund sowie Start und voraussichtlichem Enddatum, gestellt werden.

EINSTUFUNG

>>
Mitglieder der Landespflegekammer stufen sich selber in die entsprechende Beitragsklasse ein.


>>
Die Kammer kann dies stichprobenweise überprüfen.


>>
Eine persönliche Aufforderung zur Selbsteinstufung (Formblatt) wird den Mitgliedern zugesendet.

FAQ

Die Antworten zu den häufigsten Fragen unserer Mitglieder. Ihre Fragen konnten nicht beantwortet werden? Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle helfen Ihnen gerne weiter. Sprechen Sie uns an oder schreiben Sie uns an administration@pflegekammer-rlp.de !

Zum Beitrag

Maßgeblich für die Beitragserhebung ist das Einkommen aus pflegerischer Tätigkeit: Was ist unter pflegerischer Tätigkeit zu verstehen?

Pflegerische Tätigkeit ist jede Tätigkeit, bei der pflegerische Fachkenntnisse angewendet oder mitverwendet werden (§ 1 Abs. 2 HeilBG). Dazu gehören nicht nur die pflegerische Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohnern, sondern auch die Tätigkeit in der pflegerischen Lehre und Forschung, in Wirtschaft, Industrie und Verwaltung sowie fachjournalistische und gutachterliche pflegerische Tätigkeit.

Was ist als Grundlage für die Ermittlung der Beitragshöhe maßgeblich?
  • Alle Einkünfte aus nicht selbständiger pflegerischer Tätigkeit (Bruttolohn)
  • zuzüglich Vergütungen für Mehrarbeit und Bereitschaftsdienste gemäß Arbeitgeber-Lohnsteuerbescheinigung des Kammermitglieds,
  • abzüglich Werbungskosten und freiwillig vom Arbeitgeber gezahltes Kindergeld,
  • alle Einkünfte aus selbständiger pflegerischer Tätigkeit z. B. Gutachtertätigkeit, Honorare aus Fachvorträgen und Fachaufsätzen, Prüfungshonorar,
  • alle Einkünfte aus pflegerischer Tätigkeit, soweit diese steuerlich als Einkünfte aus Gewerbebetrieb erfasst sind,
  • alle sonstigen Einkünfte aus pflegerischer Tätigkeit,
  • das zu versteuernde Einkommen aus selbständiger Tätigkeit nach dem Körperschaftsgesetz, soweit es aufgrund pflegefachlicher Tätigkeit erfolgt.
Welche Gehaltsbestandteile sind Grundlage der Beitragsbemessung?

Neben dem Grundgehalt sind auch die Zulagen beitragsrelevant. Zu den Zulagen gehören u.a. die allgemeine Zulage, Zuschläge für Nachtdienste, Zuschläge für Wochenend-/Feiertagsdienste, Wechselschichtzulagen, Zuschläge für Funktionsdienste sowie weitere Zuschläge im Bereich Pflege.

Nicht berücksichtigt werden insbesondere Renten, Ruhegehälter und Leistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz sowie Veräußerungsgewinne von Praxen oder Pflegediensten.

Weiterhin nicht zur Beitragsgrundlage zählen vom Arbeitgeber gezahltes Kindergeld, eine Zuzahlung des Arbeitgebers zur Zusatzversorgung oder zur betrieblichen Altersvorsorge.

 

Beispiel zur Ermittlung des Bruttogehalts aus pflegerischer Tätigkeit:

Bruttojahresgehalt   X.XXX,XX €
+ Allgemeine Zulage   XXX,XX €
+ Zuschläge Nachtdienst   XXX,XX €
+ Zuschläge Wochenenddienst   XXX,XX €
+ Zuschläge Funktionsdienst   XXX,XX €
+ Weihnachts-/Urlaubsgeld   XXX,XX €
+ Leistungsentgelt   XXX,XX €
Abzüglich Werbungskosten   XXX,XX €
Zwischensumme  
Arbeitnehmer Brutto-
jahres gehalt gesamt
XX.XXX,XX €
+ weitere Einnahmen aus
pflegerischer Tätigkeit
(z. B. Honorare)
XXX,XX €
Gesamtsumme  
als Grundlage der Beitrags-
einstufung
XX.XXX,XX €
Berechnung pro Monat  
(Gesamtsumme
XX.XXX,XX€ : 12)
X.XXX,XX €
Zu entrichtender Jahresbeitrag  
gemäß Beitragsklassen der
Beitragsordnung
XX,XX €

 

Wie muss ich zahlen?

Zahlungsmöglichkeiten sind SEPA-Lastschrift (Einzugsverfahren), Dauerauftrag, Überweisung. Um Ihren Aufwand möglichst gering zu halten, erteilen Sie uns bitte eine jährliche Einzugsermächtigung per SEPA-Lastschrift-Mandat.

Einzugsermächtigung:
Bei Erteilung des SEPA-Lastschrift-Mandats ist das von uns versandte Formular maßgeblich. Es ist nichts weiter zu beachten.

Dauerauftrag/Überweisung:
Unsere Kontoverbindung bei der Bank für Sozialwirtschaft lautet:
IBAN: DE13 5502 0500 0001 3950 00
BIC: BFSWDE33MNZ

Damit wir die Zahlung eindeutig zuordnen können, müssen Sie folgende Angaben im Verwendungszweck machen:

  • Ihre Mitgliedsnummer
  • Ihren Vornamen
  • Ihren Nachnamen

Bitte beachten Sie: Ihre Überweisung kann nur eindeutig zugeordnet werden, wenn Sie diese Angaben machen. Überweisungen bzw. Daueraufträge ohne die vorgenannten Angaben gelten als nicht zuzuordnen und können zu persönlichen Nachteilen der jeweiligen Mitglieder führen.

Wann sind die Zahlungszeitpunkte?

Ihre Jahresbeiträge werden je nach gewähltem Zahlungsintervall fällig:

  • zum 01.02. bei jährlicher Zahlung
  • zum 01.02. und 01.08. bei halbjährlicher Zahlung
  • zum 01.02., 02.05., 01.08. und 02.11 bei vierteljährlicher Zahlung

Bitte beachten Sie noch Folgendes: Die jährliche Zahlung verursacht uns den geringsten Verwaltungsaufwand und somit auch die geringsten Kosten.

Was ist zu tun, wenn sich mein Status oder mein Einkommen im laufenden Jahr ändert?

Beispiele:

  • Ein bereits registrierter Schüler nimmt nach Ende der Ausbildung die berufliche Tätigkeit auf und passt den Beitrag im Zuge der Zusendung der beglaubigten Kopie der Urkunde an. Der Differenzbetrag für das laufende Jahr wird gemäß den vereinbarten Fristen fällig.
  • Geht ein Kammermitglied in Ruhestand, meldet es sich bei der Kammer ab und erhält die Beitragsdifferenz zurück

Wenn sich Ihr Einkommen im maßgeblichen Verdienstjahr verändert hat und Sie damit in eine neue Beitragsklasse wechseln, schicken Sie uns bitte eine neue Beitragsmeldung.

Was passiert, wenn ich mich als vollständig registriertes Mitglied nicht oder nicht fristgerecht selbst einstufe?

Sollten Sie zu den gegebenen Fristen Ihre Selbsteinstufung nicht vornehmen, können wir die Höhe Ihres Beitrags nicht bestimmen. Sie werden automatisch in die höchste Beitragsklasse eingestuft und verbleiben dort solange, bis uns eine Selbsteinschätzung vorliegt.

Welches Einkommen ist maßgeblich, wenn ich, bspw. als Rentnerin, einen Nebenjob in Höhe von 450,-€ ausübe?

Beitragsgrundlage ist in diesem Fall das Einkommen aus der pflegerischen Tätigkeit, also das Einkommen aus dem Nebenjob, weil Sie somit weiter Pflichtmitglied der Kammer sind.

Wird meine selbst vorgenommene Einstufung in die Beitragsklasse überprüft?

Ja, die Landespflegekammer macht jährliche Stichproben und kann entsprechende Nachweise verlangen. Als Nachweise können Steuerbescheide sowie Bescheinigungen eines Steuerbüros oder des Finanzamts dienen.

Gibt es Regelungen zu Ermäßigungen, wie z. B. Härtefallregelungen?

Ja, sollten Sie sich zum Beispiel in einer wirtschaftlichen Ausnahmesituation befinden, haben Sie die Möglichkeit eine Härtefallregelung zu beantragen. Diese muss separat beantragt werden und wird im Rahmen einer Einzelfallprüfung entschieden. Sie können sich hierfür gerne an uns wenden. Wir helfen Ihnen bei Fragen.

Schickt die Landespflegekammer einen Veranlagungsbescheid, der als Nachweis zur Zahlung dient?

Als Zahlungsnachweis dienen Buchungen auf Ihren Kontoauszügen sowie die Kopie der Selbsteinstufung. Ein Bescheid wird erst bei einer uns bekannten Änderung der Beitragsklasse oder einer Korrektur versendet. Einmal im Jahr erhalten Sie einen Nachweis über die gezahlten Beiträge für Ihre Unterlagen.

Wie stufe ich mich als freiwilliges Mitglied ein?

Es gibt 2 Beitragsklassen für freiwillige Mitglieder.
1. Gemäß § 3 Abs. 3 Hauptsatzung werden Schüler mit einem Festbetrag von 36,-€ veranlagt.
2. Alle weiteren freiwilligen Mitglieder z.B. Rentner, ehemals in Rheinland-Pfalz tätige oder in anderen Bundesländern tätige Pflegefachpersonen, stufen sich in die 2. Beitragsklasse (Jahresbeitrag 60,-€) ein.

Zur Mitgliedschaft

Warum bin ich Mitglied ?

Als größte Berufsgruppe des Gesundheitswesens nehmen die Pflegefachpersonen eine Schlüsselposition in der aktuellen und zukünftigen gesundheitlichen Versorgung in Deutschland ein. Bedeutsam für die Entscheidung Pro Pflegekammer war und ist auch, dass vor dem Hintergrund des erhöhten Pflegebedarfs in der Bevölkerung, komplexer werdender Krankheitsbilder sowie des demografischen Wandels eine bedarfsgerechte Pflege auf höchstem Qualitätsniveau und zufriedene, motivierte und qualifizierte Pflegefachpersonen unentbehrlich sind.

Dies muss im Bewusstsein der Gesellschaft verankert und den Pflegefachpersonen die ihnen zustehende und auch überfällige Anerkennung entgegen gebracht werden. Mit der Errichtung der Landespflegekammer bekommt die Pflege eine eigene „Stimme“ und kann sich als Berufsstand „auf Augenhöhe“ zu den bereits bestehenden Kammerorganisationen der Ärzte, der Zahnärzte, der Apotheker und der Psychotherapeuten und in Selbstverwaltung organisieren und artikulieren. Diese Aufgabe wäre nicht zu erfüllen durch die Gründung eines weiteren Verbandes oder einer Organisationsform mit freiwilliger Mitgliedschaft. An Verbänden, Organisationen und Vereinen herrscht auch in der Pflege kein Mangel. Ihnen allen gemeinsam ist allerdings bei einem unbestritten großen Engagement für die Pflege, dass sie nicht autorisiert und in der Lage sind, für die in der Pflege Beschäftigten in ihrer Gesamtheit zu sprechen und deren Interessen zu bündeln.

Auch aus diesem Grund ist bei der Pflegekammer eine Pflichtmitgliedschaft unabdingbar, wie sie im Übrigen auch bei den bereits seit Jahrzehnten vorhandenen Heilberufekammern besteht. Die Mitglieder dieser Heilberufekammern haben die Vorteile, die in der Pflichtmitgliedschaft liegen, seit langem erkannt. Erst sie ermöglicht es diesen Kammern, wie auch künftig der Landespflegekammer, die Vertretung aller ihrer Kammermitglieder bzw. Berufsangehörigen wirkungsvoll auszuüben.

Hierzu gehört auch, dass die Pflegekammer nicht von staatlichen oder anderen Zuschüssen abhängig sein wird, sondern sich aus den Beiträgen ihrer Mitglieder finanziert.

Prüfung der Mitgliedschaft

Das Heilberufsgesetz (HeilBG) ist Grundlage der Mitgliedschaft in der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz. Nach

§ 1 Abs. 2 HeilBG besteht eine gesetzliche Mitgliedschaft, wenn Tätigkeiten ausgeübt werden, bei denen „berufsgruppenspezifische Fachkenntnisse angewendet oder verwendet werden“.

Dazu gehören nicht nur die pflegerische Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohnern, sondern auch die Tätigkeit in der pflegerischen Lehre und Forschung, in Wirtschaft, Industrie und Verwaltung sowie fachjournalistische und gutachterliche pflegerische Tätigkeit.

Um überprüfen zu können, ob Ihre Tätigkeit die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz gemäß § 1 Abs. 2 HeilBG erfüllen, senden Sie uns bitte eine Stellen- bzw. Tätigkeitsbeschreibung zu – gerne als Kopie per Mail an pflegeberufsentwicklung@pflegekammer-rlp.de.

Kann ich als Pflegefachperson aus einem anderen Bundesland Mitglied in der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz werden?

Ja. Alle Angehörigen der drei Pflegefachberufe, die in anderen Bundesländern tätig sind und mit der Mitgliedschaft in der Landespflegekammer RLP ein politisches Zeichen setzen wollen, können die freiwillige Mitgliedschaft in der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz beantragen. Der Mitgliedsbeitrag beläuft sich auf pauschal 5€ im Monat.

Abmeldung

Gemäß § 1 HeilBG sind alle Berufsangehörigen der Altenpflege, der Kinderkrankenpflege sowie der Krankenpflege Mitglieder der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, sofern sie in Rheinland-Pfalz eine Tätigkeit ausüben, bei der berufsspezifische Fachkenntnisse angewendet bzw. verwendet werden (§ 1 Abs. 2 HeilBG).
Hieraus sind nachfolgend benannte Gründe der Abmeldung abzuleiten:

  • Nicht mehr in Rheinland-Pfalz tätig
  • Berufsaufgabe – keine weitere Anwendung/Verwendung berufsspezifischer Fachkenntnisse

Sollten Sie Ihre pflegerische Tätigkeit in Rheinland-Pfalz beenden, reichen Sie uns bitte einen entsprechenden Nachweis ein, aus dem hervor geht, dass § 1 Abs. 2 Heilberufsgesetz nicht länger erfüllt ist.

Die Art des Nachweises richtet sich nach Ihrem individuellen Abmeldegrund und könnte zum Beispiel sein:
Abmeldegrund Nachweis

  • Renteneintritt --> z.B. Kopie des Rentenausweises
  • Arbeitgeberwechsel außerhalb von Rheinland-Pfalz --> z.B. Kopie der Einstellungsbestätigung des neuen Arbeitgebers
  • Berufsaufgabe  zurzeit in einem anderen bzw. keinem Arbeitsverhältnis--> z.B. Kopie der Einstellungsbestätigung des neuen Arbeitgebers, Kopie des Krankenkassenbescheids über die Familienversicherung
  • Berufsaufgabe – eine andere Ausbildung z.B. oder Studium z.B. in Medizin abgeschlossen und auf dieser Grundlage beschäftigt -->  z.B. Kopie der Abschlussurkunde

Fragen zum Kammerwesen

Warum wird mit der Pflegekammer ein so großer Bürokratieaufbau betrieben?

Einwände, die Pflegekammer würde mit dem Aufbau einer Bürokratie sowie umfassender „Verwaltungs- und Kontrollapparaten“ einhergehen, verkennen, dass alle wesentlichen Entscheidungen über die Aufgaben, die Arbeitsweise und die Struktur der Pflegekammer in deren Vertreterversammlung getroffen werden. Diese Vertreterversammlung setzt sich ausnahmslos aus Berufsangehörigen zusammen, die aus der Mitte der in Rheinland-Pfalz tätigen Pflegefachpersonen gewählt wurden. Die Mitglieder der Vertreterversammlung kennen daher nicht nur den Berufsalltag der Pflegefachpersonen, sondern sie wissen auch, dass alle von ihren beschlossenen Kammeraufgaben und -strukturen aus den Kammerbeiträgen der von ihnen vertretenen Pflegefachpersonen in Rheinland-Pfalz zu finanzieren sein werden.

Ist die Pflegekammer für die Überwachung der Berufspflichten verantwortlich?

Alle Kammern der Heilberufe – und damit auch die Pflegekammer – müssen von Gesetz wegen darauf achten, dass alle Mitglieder ihre Berufspflichten einhalten. Bei Verstößen gegen Berufspflichten haben sie alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um diesen rechtswidrigen Zustand zu beseitigen. Auf diese Weise soll die Qualität in der Pflege sicher gestellt und das Ansehen des Berufsstandes geschützt werden.

Warum gibt es nicht direkt eine Bundespflegekammer?

Die Forderung, eine Bundespflegekammer zu errichten, ist dem Grunde nach zwar nachvollziehbar, allerdings weder durch das Land Rheinland-Pfalz noch durch den Bundesgesetzgeber umsetzbar. Die Bundesärztekammer ist z.B. durch kein Gesetz normiert, sondern ein freiwilliger Zusammenschluss der Landesärztekammern. Sie hat sich als Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung (sprich der jeweiligen Landeskammern) gebildet und ihre Mitglieder aus den Landeskammern rekrutiert.
Da nach Rheinland-Pfalz zwischenzeitlich auch der Landesgesetzgeber in Schleswig-Holstein und Niedersachsen die Errichtung einer Pflegeberufekammer beschlossen hat, zeichnet sich bereits heute ab, dass in mehreren Ländern Pflegekammern entstehen werden. Diesen steht es frei, zu gegebener Zeit aus eigenem Antrieb und gemeinsam eine Bundespflegekammer aus der Taufe zu heben.

Warum gibt es überhaupt eine Landespflegekammer?

Die Errichtung der Landespflegekammer geht im Ursprung auf den Wunsch der Pflegeverbände zurück. Diesen hat die Landesregierung geprüft und ihn erst nach einem längeren Abwägungs- und intensiven Dialogprozess mit dem Berufsstand der Pflege, den Pflegeverbänden, den Gewerkschaften und den bestehenden Heilberufskammern im Land aufgegriffen und auf dieser Basis einen Gesetzesentwurf zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt, der einstimmig durch den Landtag im Dezember 2014 verabschiedet wurde. Im Vorfeld des Gesetzes war es von wesentlicher Bedeutung, dass sämtliche Pflegeverbände ein „Ja“ zur Pflegekammer nochmals durch entsprechende Beschlüsse bekräftigten und sich auch die Pflegefachpersonen in Rheinland-Pfalz zu dem Thema positionieren konnten. Letzteres wurde mittels des Angebots zur Teilnahme an einer entsprechenden Abstimmung für Pflegefachpersonen in Rheinland-Pfalz ermöglicht, in der sie sich mit der großen Mehrheit von 75,9 % (bei 7.033 abgegebenen gültigen Stimmen) für eine Pflegekammer ausgesprochen hatten.

Die Möglichkeit zur Registrierung und Abstimmung wurde auch den Pflegeschülerinnen und -schülern eingeräumt. Dies war für Ausbildungsstätten bzw. Schulen Anlass, das Thema Pflegekammer und die bevorstehende Abstimmung zum Gegenstand des Unterrichtes zu machen.

Sowohl die Landesregierung als auch die Verbände der Pflege und die Gewerkschaften haben im Vorfeld der Abstimmung umfassend und landesweit über diese, ihren Ablauf und auch über die sich aus ihr ergebenden Konsequenzen informiert, es stand aber allen Pflegefachpersonen frei, sich an der Abstimmung zu beteiligen oder auf die Möglichkeit zur Abstimmung zu verzichten.

Sollte dennoch eine Pflegefachperson nicht oder nicht rechtzeitig von der Abstimmung erfahren bzw. erstmalig im Jahre 2015 von der Errichtung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz gehört haben, so wäre dies ein weiterer Beleg für die Notwendigkeit einer Pflegekammer. Die Pflegekammer wird künftig auch dafür Sorge tragen, dass ihre Mitglieder und damit alle Pflegefachpersonen in Rheinland-Pfalz rechtzeitig, umfassend und kontinuierlich über pflege- und gesundheitspolitische Entwicklungen informiert und in Entscheidungsprozesse soweit wie möglich eingebunden sind.

Beratung

Mitgliederbezogene, berufsfachliche Beratung

Als Landespfl egekammer verstehen wir uns als Informationslieferant aus erster Hand. Egal ob Berufsanfänger oder langjähriger Profi , bei uns erhalten Sie Antworten auf Fragen, die sich inhaltlich und fachlich mit Pflege befassen – Aktuelles, Relevantes, Informatives. Wie können wir Ihnen helfen?

Berufsrechtliche Beratung

Eine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne dürfen wir nicht vornehmen. Bei aktuellen rechtlichen Fragestellungen helfen wir Ihnen aber gerne als erster Ansprechpartner und Berater weiter und stehen Ihnen mit fachlichem Rat zur Seite, wenn Sie mal nicht weiterwissen – zum Beispiel in Bezug auf Berufshaftpfl ichtversicherungen oder andere berufsbezogene Themen, die Sie bewegen.

Kammerwesen und Berufsständisches

Sie haben Fragen zur Pflegekammer an sich, deren Aufgaben und Ziele, die wir hier nicht bereits beantworten konnten? Dann sprechen Sie uns an: pflegeberufsentwicklung@pflegekammer-rlp.de

Viele Themen rund um die Beitrage deren Höhe und Nutzen finden Sie → hier

Beratung zum Themenfeld (Aus-)Bildung

Welche Perspektiven habe ich als Pflegende/r? Welches Berufsbild ist das richtige für mich? Welche Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? Und welche Aufstiegschancen habe ich? Solche Fragen haben nicht nur Berufsanfänger. Wir stellen Ihnen deshalb gerne alle Informationen rund um die Pflege der Zukunft zur Verfügung.

Eingeschränkte Erläuterungen zu: Arbeitsrecht / Tarifrecht

Handelt es sich im Schwerpunkt um eine arbeitsrechtliche Fragestellung? Grundsätzlich dürfen wir im Bereich des Arbeitsrechts nicht beraten. Dennoch können wir ein paar grundsätzliche Aussagen treffen. Bitte beachten Sie dabei, dass es sich nicht um eine abschließende juristische Beratung handelt. Sollten Sie eine Einzelfallberatung und -unterstützung benötigen, sollten Sie sich an einen Rechtsanwalt oder eine Gewerkschaft wenden.

Schlichtungsausschuss
Ihr Kontakt

Geschäftsstelle der Landespflegekammer
Rheinland-Pfalz (KdöR)
Große Bleiche 14-16
55116 Mainz

Öffnungszeiten
09:00 bis 17:00 Uhr
Telefon
06131.32 73 80, erreichbar von 08:00 bis 17:00 Uhr
Fax
06131.32 73 899
Mail
info@pflegekammer-rlp.de