08.09.2017, Mainz

Fachkraftquote darf nicht aufgeweicht werden

Rüddel gefährdet mit Forderung qualitative pflegerische Versorgung der Bevölkerung

Mit seiner Forderung nach einer Absenkung der Fachkraftquote in stationären Einrichtungen erntet der pflegepolitische Sprecher der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Erwin Rüddel,  Kritik von Seiten der rheinland-pfälzischen Landespflegekammer. Eine reine Absenkung entspreche in keiner Weise den Bedarfen der Pflegeempfängerinnen und –empfänger und sei daher kein ernstzunehmender Lösungsansatz.

„Die Fachkraftquote in den Pflegeeinrichtungen darf auf keinen Fall einfach nur gesenkt werden. Eine qualitativ hochwertige pflegerische Versorgung muss absoluten Vorrang vor renditeorientierten Interessen haben“, macht Mai deutlich.

Die Forderung, die der CDU- Politiker erhebt, ist auch von bestimmten Arbeitgeberverbänden immer wieder zu vernehmen. „Immer wieder lesen und hören wir von untragbaren Situationen in Altenheimen, in denen menschenwürdige Pflege nicht mehr gewährleistet ist. Es stellt sich dabei grundsätzlich die Frage, ob eine Fachkraftquote von 50% nach heutigem Kenntnisstand eine adäquate Messgröße darstellt. Die Debatte müsste in eine ganz andere Richtung laufen“, argumentiert Mai, der in einer reinen Absenkung der Fachkraftquote eine massive Mehrbelastung der dann verbleibenden Fachkräfte, insbesondere der Pflegefachkräfte sieht. „Eine derartige Mehrbelastung kann nur zu einer schlechteren Versorgungslage führen. Daher kann diese Forderung nur strikt abgelehnt werden. Bei allem Verständnis für die Suche nach schnellen Lösungen wird die Absenkung der Fachkraftquote die Probleme des Personalnotstandes nicht lösen.“

Mai plädiert für die Etablierung einer Fachkraftquote, die den aktuellen und tatsächlichen Bedarfen gerecht wird.  Eine qualitativ hochwertige und genaue Personalbemessung in allen Bereichen, in denen Pflege stattfindet ist überfällig, um fach- und sachgerechte Pflege in Rheinland-Pfalz, und natürlich bundesweit, sicherzustellen. „Diese muss zwingend gesetzlich verankert sein und sich auf Personalstärke und Qualifikation beziehen. Grundlage müssen die Qualitätsnormen sein, die für unseren Beruf gelten“, betont Mai und bezieht die Neuausrichtung der Fachkraftquote dezidiert in diese Forderung mit ein.

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