09.06.2017, Mainz

Gute geriatrische Versorgung der Bevölkerung setzt gut ausgebildete Pflegende voraus

Kammerpräsident Mai für modellhafte Überprüfung von ambulanten geriatrischen Kompetenzteams

Im Rahmen des vierten Rheinland-Pfälzischen Geriatrietags wurde die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen und wohnortnahen pflegerischen und medizinischen Versorgung der älteren Generation betont. Die Sicherstellung dieser Versorgung sei eine „gesundheitspolitische Kernaufgabe der Landesregierung“, betonte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Die Strukturen im Land seien gut ausgebaut und gemeinsam mit den Partnern des Gesundheitswesens gälte es, diese Qualität zu halten und auszubauen.


„Für eine gute geriatrische Versorgung in Rheinland-Pfalz sind gut ausgebildete und gut weitergebildete Pflegende von elementarer Bedeutung. Die Landespflegekammer wird im Rahmen ihrer Aufgabe, die Regelungen zur Weiterbildung zu setzen für geeignete Angebote sorgen“, betont Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz. Mai verweist in dem Zusammenhang auch erneut auf die Bedeutung generalistisch ausgebildeter Pflegefachpersonen.
In Krankenhäusern ohne entsprechende Schwerpunkte sei die Versorgung geriatrischer Patientinnen und Patienten noch nicht optimal. An der Stelle bestehe noch Handlungsbedarf.


„Die modellhafte Überprüfung von ambulanten geriatrischen Kompetenzteams, die in der Prävention und in der Nachsorge eingesetzt werden können erscheint im Hinblick auf die ambulante Versorgung ein zielführender Lösungsansatz. In diesen Kompetenzteams können gut qualifizierte Pflegende wichtige und für die Patientenversorgung wesentliche Funktionen übernehmen“, sieht Mai.


Kammerpräsident Mai plädiert für einen multiprofessionellen Ansatz in allen Bereichen der geriatrischen Versorgung. „Die in der Geriatrie tätigen Kolleginnen und Kollegen haben aufgrund ihrer Nähe zu den Pflegeempfängerinnen und –empfängern sowohl im ambulanten, wie im stationären Setting eine zentrale Rolle bei der Versorgung inne. Dies sollte künftig wesentlich häufiger als Chance begriffen und auch entsprechend genutzt werden“, so Mai.

 

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