15.09.2017, Mainz

Internationaler Tag der Patientensicherheit muss auch auf Situation der Pflegenden aufmerksam machen

Landespflegekammer Rheinland-Pfalz unterstützt Leitthema „Kommunikation im Gesundheitswesen“

Der internationale „Tag der Patientensicherheit“, der auch im Jahr 2017  wieder am 17. September begangen wird, ist eine wichtige Gelegenheit, um das überragende Thema der Patientensicherheit in den Fokus zu nehmen. Das diesjährige Leitthema „Kommunikation im Gesundheitswesen“, welches vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) ausgerufen wurde, findet auch die Zustimmung und Unterstützung der rheinland-pfälzischen Landespflegekammer.

„Wie an so vielen anderen Stellen, ist auch in der Pflege eine funktionierende Kommunikation ein Schlüssel zu erfolgreichem Handeln“, betont Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer. „Unser gesetzlich vorgegebener Auftrag als Kammer besteht auch in der Mitwirkung zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Pflege im Land. Daher werden wir uns nicht nur dafür engagieren, dass sich unsere Mitglieder der Bedeutung von Kommunikation bewusst sind, sondern sie vielmehr auch bei der Optimierung der Kommunikation unterstützen.“

Die beruflich Pflegenden stellen nicht nur die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen. Sie sind auch die Akteure, die den engsten Kontakt zu Patientinnen und Patienten oder Pflegeempfängerinnen und –empfängern haben. Damit bilden sie eine hochgradig relevante Gruppe, die zum Erfolg im Gesundheitswesen beiträgt.

„Wer Patientensicherheit ernst meint, muss daher auch die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die beruflich Pflegenden auf die Agenda setzen“, so Mai. „Eine in die Zukunft gerichtete Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung bedeutet aus Sicht der Pflegekammer daher, den Pflegenden mehr Verantwortung, Ressourcen und Gestaltungsmöglichkeiten zu gewähren. Aus den Sonntagsreden müssen endlich substanzielle Taten zur Verbesserung der Situation für Pflegende folgen“, appelliert Mai. Auch das sei gelebte Patientensicherheit.

Die Realität, die viele Kolleginnen und Kollegen erfahren würden, sähe fatalerweise ein ständiges Hetzen der Pflegenden vor. „Es fehlt die Zeit, um so zu pflegen, wie wir uns das vorstellen. Das gefährdet massiv die Sicherheit der Patientinnen und Patienten“, beklagt der Kammerpräsident. „Ohne bedarfsgerechte Rahmenbedingungen, die den beruflich Pflegenden die Zeit für ihr so wichtiges Tun lassen, werden wir der berechtigten Forderung nach mehr Patientensicherheit nicht gerecht werden können.“  

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