30.03.2017, Mainz

Landespflegekammer und Pflegeliga zeigen Dokumentarfilm „Ü 100“

Mutig, witzig, weise – und über 100 Jahre alt. In diesem Sinne präsentiert der Dokumentationsfilm „Ü100“ acht über Hundertjährige, die sich und ihre aktuelle Lebenswelt darstellen.

Der Film ist kein depressiver Alters-Blues, sondern ein Einblick in eine immer noch reiche Lebenswelt: Die 102-jährige Ruja setzt sich ans Klavier und spielt Mozart. „Ich spüre nicht, dass ich älter werde“, sagt sie. Ernst, ebenfalls 102, hat kürzlich einen Einbrecher in seinem Haus zuerst verarztet und dann rausgeworfen. Erna,
104, liebt Fußball und zittert für ihren Lieblingsverein. Und die 103-jährige Anna sei jetzt „reif für den Untergang“ und lacht dabei!

Die acht Protagonisten in „Ü100“ von Bayerischer-Filmpreis-Gewinnerin Dagmar Wagner strahlen eine große Gelassenheit und innere Freiheit aus. Das gelebte Leben ist längst angenommen, nichts wird mehr auf Effizienz, Perfektion und Selbstdarstellung getrimmt. Sie können Beispiel und Orientierung sein für die Jüngeren einer immer schneller werdenden Gesellschaft. „Ü100“ startet am 6. April 2017 bundesweit in den Kinos.

„Wir freuen uns, zwei Tage nach der Deutschlandpremiere, den Film am Freitag, 07. April ab 14:00 Uhr in den Räumlichkeiten der rheinland-pfälzischen Landespflegekammer (Große Bleiche 14-15 in 55116 Mainz) präsentieren zu können“, erklärt der Kammerpräsident, Dr. Markus Mai.

Der geplante Ablauf des Rahmenprogramms sieht wie folgt aus:

14:00 Uhr – 14:10 Uhr    Begrüßung: Dr. Markus Mai (Präsident Landespflegekammer Rheinland-Pfalz)
14:10 Uhr – 14:15 Uhr    Grußwort: Detlef Klemme (Vorsitzender Pflegeliga)
14:15 Uhr – 14:30 Uhr    Einführung ins Thema durch die Regisseurin Dagmar Wagner
14:30 Uhr – 15:30 Uhr    Vorführung des Films „Ü 100“
ab 15:30 Uhr                Diskussion mit der Regisseurin Dagmar Wagner

Insbesondere die Teilnahme der Regisseurin, die extra zu dieser Gelegenheit nach Mainz kommt, macht einen Besuch lohnenswert.

KURZINHALT des Films:
Am Ende möchte Anna (103) das Ansteckmikro als Brosche behalten und findet, dass sie viel über sich erzählt hat und es nun genug sei: Sie ist reif für den Untergang. Auch Franz (100) meint, dass nicht mehr viele Fragen offen bleiben, jünger wird er sowieso nicht mehr, nur noch schöner vielleicht. Theresia (101) verliert trotz ihrer Bettlägerigkeit nicht
den Lebensmut: Es geht schon noch „a bisserl“ weiter. Hella (102) sitzt bei ihrer Friseurin und Gerda (100) macht wie immer aus allem das Schönste, wartet auf ihr Einzelzimmer im Himmel. Auch Erna (104) lebt schön Tag für Tag ins 105. Lebensjahr und freut sich als Fußballexpertin auf das nächste Spiel des FC Bayern. Währenddessen vertreibt Ernst (102) nachts den Einbrecher aus seinem Haus und Ruja (102) spielt zu allen Geschichten Klavier.

ZUR REGISSEURIN:
Dagmar Wagner M.A, geboren 1960. Magisterstudium der Kommunikations-wissenschaften mit Psychologie und Psycholinguistik an der LMU München. Danach Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film, München, Abteilung Dokumentarfilm. Arbeit als Journalistin, Drehbuchautorin, Dokumentarfilmerin für ZDF, BR, ARD. Enge Zusammenarbeit mit Helmut Dietl, Igor Luther, Georg Stefan Troller, Maria von Welser, Petra Gerster. Seit 2010: Arbeit als Privatbiografin (6. Deutscher Biographiepreis für Privatbiografien 2013), Filmemacherin sowie Vortrags- und Seminartätigkeit zu verschiedenen Aspekten (Philosophie, Soziologie, Psychologie sowie Gehirnentwicklung) rund um das Thema „Älterwerden“.

 

 

 

 

 

Zurück