02.06.2017, Mainz

Symptomkontrolle bei Palliativpatientinnen und - patienten neue mögliche Leistung in der häuslichen Krankenpflege

Bundesgesundheitsministerium gibt grünes Licht für neue Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

Ver¬trags¬ärzte können künftig im Rahmen der häuslichen Krankenpflege, Symptomkontrolle bei Palliativpatientinnen und –patienten verordnen. Einer Vorgabe aus dem Hospiz- und Palliativgesetz folgend hat der G-BA seine Regelungen für die häusliche Krankenpflege entsprechend angepasst. Das Bundesgesundheitsministerium hat diese Richtlinie nicht beanstandet, so dass die Regelungen damit nun in Kraft gesetzt sind.

„Die Erweiterung der „Häusliche-Krankenpflege-Richtlinie“ des GBA ist begrüßenswert. Die Symptomkontrolle ist bei Pflegefachpersonen richtig verortet. Aufgrund des direkten Kontakts zu den Patientinnen und Patienten kann so schnell gehandelt werden“, zeigt sich Mai positiv gegenüber der Novellierung der Richtlinie.

Bei der neuen Leistung „Symptomkontrolle“ geht es darum, dass die Pflegekräfte Krank¬heitszeichen und mögliche Begleiterscheinungen möglichst schnell erkennen. Dies er¬folgt in enger Abstimmung zwischen den Pflegekräften und dem verordnenden Arzt. Eine Symptomkontrolle soll insbesondere bei Schmerzsymptomatik, Übelkeit, Erbre¬chen, pul-mo¬nalen oder kardialen Symptomen und Obstipation sowie bei der Kontrolle und Be¬hand¬lung von exulzerierenden Wunden durchgeführt werden. Zudem gehört die Krisen¬intervention dazu, zum Beispiel bei Krampfanfällen, Blutungen oder akuten Angst¬zu¬stän¬den.

„Gerade im Bereich der Palliativpflege weist dieser Schritt absolut in die richtige Richtung“, so Mai.

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