Entwurf Heil- und Hilfsmittelversorgungs­gesetz muss nachgebessert werden

Die Wundversorgung, insbesondere bei chronischen Wunden, ist eine absolut sensible Herausforderung für Pflegefachpersonen und Ärzte. Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln vorgelegt. Durch die unklare Definition der Verbandsstoffe ist die Wundversorgung von Patienten und Bewohnern qualitativ nicht nachhaltig zu gewährleisten. Das kann sogar dazu führen, dass Verbandsmittel, die sich bei der phasengerechten Wundheilung bewährt haben, zunächst nicht mehr als Leistung der Krankenkassen zur Verfügung stehen.

 
Unsere Position

  • Grundsätzlich unterstützen wir die Neuaufnahme der Verbandsstoffdefinition im Gesetz, die es vorher so nicht gab.
  • Die Beschreibung von Verbandsstoffen im Gesetz muss jedoch auch diejenigen Produkte enthalten, die derzeit ebenfalls mit Erfolg in der Versorgungspraxis eingesetzt werden.
  • Wir sehen, was die derzeit eingesetzten und auch durch die Kostenträger finanzierten Wundversorgungsprodukte angeht einen Nachteil, wenn diese zunächst durch den Gemeinsamen Bundesausschuss legitimiert werden müssen. Das lehnen wir im Hinblick auf die Versorgungsqualität absolut ab. 

Was tut Ihre Kammer / was können Sie tun?

  • Auch hier haben wir zur Information der Öffentlichkeit und der Fachöffentlichkeit eine Pressemeldung herausgegeben (www.pflegekammer-rlp.de).
  • In einem Anschreiben an alle Bundestagsabgeordneten in Rheinland-Pfalz haben wir die Abgeordneten aufgefordert, sich im Gesetzgebungsverfahren für eine sinnvolle Lösung einzusetzen.
  • Wir stehen in Kontakt zu den Verbänden, die sich mit der Optimierung der Wundversorgung auseinandersetzen.
  • Wir positionieren uns gemeinsam mit den zuständigen Berufsverbänden mit dem Ziel, dass wir als Pflegefachkräfte weiterhin unsere Patient(inn)en und Bewohner(inn)en gut versorgen können. Wir werden Sie über den Fortgang des Gesetzgebungsverfahrens und über die weitere Vorgehensweise als Kammer informieren.

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