Vorstand der Landespflegekammer spricht sich für Generalistik aus

Generalistik mit Vertiefungsrichtung wie im Gesetzentwurf vorgesehen muss ohne zeitliche Verzögerung vom Bundestag beschlossen werden
Die künftige Ausbildung in der Pflege stand im Mittelpunkt einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses und des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am heutigen Montag. Die Bundesregierung will die bisher drei Ausbildungen Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einem einheitlichen Berufsbild zusammenführen.

„Die generalistische Pflegeausbildung muss kommen! Der Vorstand der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz appelliert an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, die Ausbildungsreform ohne weitere Verzögerung zu beschließen“, betont Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer.

Ein Scheitern der Reform bedeutet eine massive Schädigung der Entwicklung unserer Berufsgruppe und vor allem eine gravierende Verschlechterung insbesondere im Bereich der Versorgung in der Altenpflege bedeuten. Bei den aktuellen Rahmenbedingungen sind die Kolleginnen und Kollegen in der Altenpflege im Hinblick auf den Berufsstatus, die Beschäftigungssituation und die Vergütung extrem gegenüber den beiden anderen Pflegeberufen benachteiligt. Die Generalistik ist damit auch ein Gebot der Gerechtigkeit und der Vernunft, gerade um auch den Bereich der Altenpflege attraktiver zu gestalten.

Die Vorstandsmitglieder der Landespflegekammer betrachten eine generalistische Ausbildung mit Vertiefungsrichtung, wie sie der von der Bundesregierung vorgelegte Entwurf vorsieht, als beste Lösung für eine moderne und bedarfsgerechte Pflegeausbildung. Die Spezialisierung der Pflegenden kann damit nach der Ausbildung erfolgen und so flexibler und bedarfsorientiert angepasst werden. Auch die akademische Ausbildungsquote spielt eine zentrale Rolle, um den Herausforderungen und Bedarfen gerecht zu werden.

Auch für die Landesregierung und die Politik generell sei die Landespflegekammer mit ihrer Expertise der geeignete Ansprechpartner zur Umsetzung der Ausbildungsreform. „Gemeinsam mit anderen Akteuren wollen wir an zielführenden und konstruktiven Lösungen arbeiten, um die generalistische Pflegeausbildung und die dazu notwendige Fort- und Weiterbildung erfolgreich in Rheinland-Pfalz zu etablieren“, so Mai.

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