Aufschwung in der beruflichen Pflege durch „Vierklang“

Mainz, 13.9.2021

Pflegedemo in Mainz tritt für bessere Bedingungen in der Pflege ein – Landespflegekammer unterstützt das Bündnis

Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz unterstützt das Bündnis “Pflegeaufstand”, zu dem sich 2020 Pflegefachpersonen aus dem ganzen Bundesland formiert haben. Die Forderungen sind eindeutig: Mehr Personal, eine gerechtere Vergütung und deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Am vergangenen Samstag veranstaltete das Bündnis eine Demonstration in der Landeshauptstadt. Mit dabei waren auch Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, sowie weitere Vorstandsmitglieder der Kammer.

„Die berufliche Pflege steht vor einem Scheideweg: Wird die Arbeit von Pflegefachpersonen endlich anständig und in vielfältiger Weise unterstützt oder müssen sie sich in den nächsten Jahrzehnten weiterhin mit einer deutlich zu hohen Arbeitsbelastung, kontinuierlicher Unzufriedenheit durch nicht zu vermeidende Qualitätsdefizite und einer ungerechten Vergütungsstruktur zufriedengeben? Die Politik hat spätestens nach Ausbruch der Coronapandemie verstanden, welchen Stellenwert die Arbeit des Pflegepersonals für unsere Gesamtgesellschaft hat. Nun gilt es, die Versprechungen der letzten Jahre auch umzusetzen. Vieles haben die Berufsgruppe und weitere Akteure aber auch selbst in der Hand: Nur gemeinsam wird es uns gelingen, auf Bundes- und Landesebene starke Allianzen zu schmieden, mit denen wir für einen Aufschwung in der professionellen Pflege sorgen können“.

„Zuvor war es der Dreiklang, der immer wieder propagiert wurde. In Rheinland-Pfalz wollen wir einen Schritt weitergehen: Nicht nur die Berufsverbände, die Gewerkschaften und die Landespflegekammer sollen den Ton angeben. Wir möchten uns fortan dafür einsetzen, dass die Graswurzelbewegung mit ins Boot geholt wird. Ohne die Partizipation all derjenigen, die sich aktiv für die Weiterentwicklung unseres Berufes einsetzen, wird es kaum gelingen, die Interessen und Belange der Pflegefachpersonen ordentlich zu vertreten. In Rheinland-Pfalz möchten wir daher Vorreiter werden und die unterschiedlichen Gruppen viel stärker in die Entscheidungsprozesse miteinbeziehen. Dazu soll möglichst schnell eine geeignete Plattform etabliert werden, die auch als Vorbild für die Bundesebene dienen kann“, so Mai.

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