Faire Löhne in der Pflege sind bundesweit möglich

Mainz, 28.10.2019

Das neue Pflegelöhneverbesserungsgesetz ebnet endlich den Weg für eine bessere Bezahlung in der Pflege

„Mit dieser sehr guten Gesetzesinitiative ist es erstmals möglich einen Flächentarifvertrag für alle Pflegenden auszuhandeln und somit eine angemessenere Bezahlung zu ermöglichen. Jetzt liegt es an den Tarifpartnern einen Tarifvertrag zu erarbeiten, der endlich die Löhne für die Pflege bringt, die fair und angemessen sind. Und das sogar flächendeckend! Es gilt diese Chance bestmöglich zu nutzen und damit jahrzehntelange Versäumnisse, vor allem auf Kosten der Pflegenden in der Langzeitpflege, endlich zu korrigieren“, so Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Am 24. Oktober hatte der Bundestag einem Gesetzesentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil zugestimmt, welcher erstmals eine Tarifverhandlung in der Pflege zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern vorsieht, die dann als allgemeinverbindlich für alle Pflegefachpersonen Anwendung findet. Konkret bedeutet dies, dass jetzt die Tarifpartner einen Tarifvertrag aushandeln können, der dann bundesweit für alle Beschäftigten gilt. Darüber hinaus ermöglicht das Pflegelöhneverbesserungsgesetz, durch eine am Bundesarbeitsministerium angesiedelte Kommission, verbindliche Mindestlöhne in der Pflege festzulegen, die dann ebenfalls flächendeckend angewendet werden.

„Für die gesamte Pflegebranche ist dieses Gesetz ein wichtiges Signal, dass die anspruchsvolle Arbeit, die in der Pflege geleistet wird, auch gut bezahlt werden muss, und das unabhängig davon wo man in Deutschland tätig ist. Es ist ein richtiger Schritt, um unsere Forderung nach einem Gehalt von mindestens 4.000 Euro im Monat für eine vollzeitbeschäftigte Pflegefachperson näher zu kommen. Die immer komplexer werdende Versorgung und die steigenden Fallzahlen an Menschen mit Pflegebedarf müssen dringend auch finanziell anerkannt werden. Nun sind sowohl die Gewerkschaften, als auch die Arbeitgeber gefordert und am Zug, denn die Berufsgruppe erwartet spürbare Ergebnisse. Weitere Ausreden oder Zufriedenheitsbekundungen werden von den beruflich Pflegenden so sicherlich nicht mehr akzeptiert“, betont Mai abschließend.

 

 

 

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