Nordrhein-westfälischer Landtag gibt grünes Licht zur Gründung einer Pflegekammer

Mainz, 25.06.2020

Die deutschlandweite Entwicklung der Profession Pflege schreitet weiter rasch voran

Mit den Stimmen der Fraktionen der CDU, der FDP und Bündnis 90/Die Grünen hat gestern der nordrhein-westfälische Landtag die Errichtung einer Pflegekammer beschlossen. Eine breite Mehrheit der Abgeordneten folgte der Gesetzesinitiative von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zur Gründung einer neuen Selbstverwaltung, die ihre Arbeit zunächst mit einem Errichtungsausschuss beginnen wird. Nach der Wahl zur ersten Kammerversammlung im Jahr 2022 wird die Kammer ab dem 01.01.2024 zudem selbstständig das Fort- und Weiterbildungswesen der Pflegefachpersonen in NRW regeln.

Mit dieser Änderung des Heilberufsgesetzes wird die professionelle Pflege in Nordrhein-Westfalen, wie bereits heute schon in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachen, als Heilberuf anerkannt und die Pflegenden können ihre Belange selbstständig über eine Kammer regeln. Mit einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen und den bestehenden Kammern werden zukünftig über 350.000 Pflegende eine starke politische Interessenvertretung haben. Nun sind alle Augen auf Baden-Württemberg gerichtet, wo die Errichtung einer Landespflegekammer ebenfalls voranschreitet. Längst ist klar, dass die Stärke einer solch großen und selbstorganisierten Berufsgruppe nicht mehr zu ignorieren ist.

„Die aktuelle Entscheidung in Nordrhein-Westfalen ist ein wichtiger Meilenstein für die Kammerbewegung in ganz Deutschland und ein klares Signal die Pflegenden in NRW zu stärken“, bekräftigt Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz. „Mit dieser starken Interessenvertretung wird der Beruf weiter aufgewertet und kann endlich die eigenen Anliegen selber bestimmen.“

 

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