Sparen an falscher Stelle bedroht unser Gesundheitswesen

Mainz, 15.3.2022

Pflegerische Versorgung nur durch finanzielle Absicherung der Krankenhäuser sicherzustellen

Derzeit ist noch keine Verlängerung der finanziellen Absicherung von Krankenhäusern vorgesehen. Parallel läuft die Impfpflichtdebatte ins Leere. Die Situation bleibt aufgrund der hohen Infektionszahlen weiterhin angespannt, zumal ein Ende der Pandemie noch nicht in Sicht ist. Dazu erklärt Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz:

„Krankenhäuser sind Arbeitsorte für Pflegefachpersonen und kein Selbstzweck, sie dienen der gesellschaftlichen Absicherung. Auch wenn das Pflegebudget einen Teil der Pflegefachpersonen theoretisch gut absichert, sind rund 80 Prozent aller Einnahmen und Kosten der Krankenhäuser von einer Leistungserbringung auf unsäglich hohem Niveau abhängig. Dies kann schon so, aber erst recht in Pandemiezeiten auf keinen Fall geleistet werden, weil es einerseits bei den Mitarbeitenden zu kontinuierlichen Ausfällen kommt und andererseits wichtige Ressourcen durch die Versorgung von Corona-Patienten blockiert sind! Eine auskömmliche Finanzierungsbasis ist ohne Zuschüsse nicht mehr vorhanden. Dadurch ist ein unkontrolliertes Krankenhaussterben eigentlich schon vorprogrammiert.“

„Daher fordern wir den Bundesgesetzgeber auf, die derzeit noch bestehenden Regelungen solange zu verlängern, bis eine Versorgungsgefährdung ausgeschlossen ist. Ein Krankenhaussterben passiert nicht von heute auf morgen, vielmehr handelt es sich um einen langen Prozess. Jede finanzielle Einschränkung verstärkt diesen Vorgang, was so absolut inakzeptabel ist!“, so Mai weiter.

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