Positionspapier zur Gewalt gegen Pflegefachpersonen

Genauso wie das Thema Gewalt gegen Polizisten und Einsatzkräfte schon in der öffentlichen Diskussion angekommen ist, muss endlich auch das Thema Gewalt gegen Pflegekräfte in den gesellschaftlichen Fokus gerückt sowie öffentlich diskutiert werden. Die Berichterstattung von betroffenen Pflegefachpersonen ist mindestens genauso wichtig, wie das aktuell bestehende mediale Interesse an „gequälten Opfern“. Pflegefachpersonen müssen daher konsequent den gesetzlichen Schutz vor Gewalt genießen. Gewalt ist kein Berufsrisiko und der Verbleib im System ist abhängig voneinem Umfeld, welches Gesundheit erhält und fördert. Die Landespflegekammer fordert darüber hinaus:


> Mitaufnahme von pflegerischem Personal in den § 115 StGB, als ebenfalls besonders schützenswerte
Berufsgruppe.
> Verpflichtende präventive Strukturen am Arbeitsplatz.
> Verankerung der Gewaltprävention in das entsprechende Landesrecht.
> Schaffung sowie langfristige Sicherung von Hilfs- und Unterstützungsstrukturen – gemeinsam von allen verantwortlichen Akteuren.
> Aufklärung von Pflegekräften bezüglich der Möglichkeiten der Krisenintervention sowie die Unterstützung
und Begleitung bei der Anzeige von Übergriffen und eventueller Durchsetzung von Ansprüchen.
> Übernahme der Kosten für Fortbildungsmaßnahmen zur Deeskalation und Gewaltprävention.

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