Rheintal, August 2029, 14 Tage Hitze mit Höchsttemperaturen bis zu 44 Grad, zum großen Teil Tropennächte. Rettungsdienste sind überlastet, Notaufnahmen und Arztpraxen sind voll. Menschen sitzen in überhitzten Wohnungen. Viele Krankenhauszimmer und Behandlungsräume sind wegen zu hoher Temperaturen gesperrt. Das Gesundheitspersonal fällt reihenweise aus. Auch Sozialeinrichtungen sind von Personalausfällen betroffen und können ihr Angebot kaum noch aufrechterhalten.
Deutschland ist auf Krisenlagen durch Extremhitze bislang nicht ausreichend vorbereitet
Mit zunehmender globaler Erwärmung wächst die Gefahr für solche langanhaltenden, extremen Hitzeperioden.
Stabile Hochdrucklagen, wie Hitzedome, mit langanhaltenden hohen Temperaturen ohne nächtliche Abkühlung stellen eine große Belastung für Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen und die kritische Infrastruktur dar, insbesondere wenn sie großräumig auftreten. Anders als bei anderen Extremwetterereignissen entwickeln sich die Folgen oft schleichend, kumulativ und zeitverzögert. Menschen mit Unterstützungsbedarf sind für die zuständigen Strukturen zudem oft nicht sichtbar. Gerade deshalb wird die Tragweite politisch und administrativ noch zu häufig unterschätzt.