Umfragen & Studien
Studien im Auftrag der Landespflegekammer und Information über externe Forschungsprojekte
Für die pflegerische Praxis wie auch die Pflegepolitik sind wissenschaftliche Erkenntnisse von großer Bedeutung. Forschung und Wissenschaft tragen dazu bei, das pflegerische Fachwissen kontinuierlich zu erweitern und bilden die Grundlage für die kritische Bewertung und Beurteilung von Konzepten, Instrumenten und Methoden und fördern so die Weiterentwicklung der Pflegepraxis und tragen so zu einer sicheren Versorgung bei.
Die Landespflegekammer stützt sich für ihre politische Arbeit auf wissenschaftliche Erkenntnisse, um Handlungsbedarfe für die pflegerische Versorgung und die Berufsgruppe zu identifizieren sowie politische Forderungen und Positionen daraus abzuleiten. Aus diesem Grund gibt die Landespflegekammer selbst Studien in Auftrag oder führt kleinere Umfragen selbst durch.
Unterstützen Sie die Pflegewissenschaft mit Ihrer Studienteilnahme!
Die Landespflegekammer informiert ihre Mitglieder über laufende Studien- und Forschungsprojekte, an denen sie bei Interesse teilnehmen können. Auf diese Weise unterstützt sie Abschluss- und Studienarbeiten sowie größere Forschungsvorhaben.
Hintergrund und Zielsetzung:
Gesundheitskompetenz umfasst die Fähigkeit, gesundheitsbezogene Informationen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und im Alltag anzuwenden. Für die Berufsgruppe der Pflegenden liegen in Deutschland bislang nur wenige empirische Daten zur persönlichen Gesundheitskompetenz vor.
Mit meiner Studie möchte ich erstmals einen Überblick über die Ausprägung der Gesundheitskompetenz in Rheinland-Pfalz gewinnen und mögliche Unterschiede zwischen verschiedenen Bildungsgruppen analysieren. Zudem sollen weitere Einflussfaktoren wie Alter, Berufserfahrung oder Migrationshintergrund berücksichtigt werden.
Methodik:
- Design: einmalige, anonyme Online-Befragung (SoSci Survey)
- Instrument: HLS19-Q47 (deutsche Fassung, durch M-POHL genehmigt)
- Zielgruppe: examinierte Pflegende (≥ 18 Jahre) in Rheinland-Pfalz aus allen Versorgungsbereichen
- Dauer der Teilnahme: ca. 15–20 Minuten
- Datenschutz: keine Rückführung auf personenbezogener Daten, keine IP-Speicherung; SSL-verschlüsselte Datenerhebung über SoSci Survey (deutscher Anbieter, entspricht DSGVO/BDSG)
Link zur Studie:
https://sosci.rlp.net/PflegeGKMaster/
Die Befragung läuft bis zum 18.01.2026
Diese Umfrage wird im Rahmen einer Masterarbeit im Studiengang Pflegepädagogik an der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin durchgeführt. Sie untersucht den Einsatz von KI in der generalistischen Pflegeausbildung. Unter KI wird hierbei Künstliche Intelligenz verstanden – im Folgenden steht der Begriff insbesondere für generative KI-Anwendungen wie ChatGPT oder vergleichbare Systeme.
Ziel der Umfrage ist es, das Nutzungsverhalten von Lehrer:innen und Dozent:innen an Pflegeschulen zu erfassen sowie Barrieren und Herausforderungen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu identifizieren. Zudem soll untersucht werden, ob der Einsatz von KI künftig Bestandteil des Curriculums in der Pflegeausbildung sein sollte.
Alle Fragen sind verpflichtend zu beantworten und daher im Fragebogen mit einem * markiert.
Die Teilnahme ist freiwillig und anonym. Rückschlüsse auf Ihre Person sind nicht möglich.
Zur Umfrage:
KI Nutzungsverhalten an Pflegeschulen
Herzlichen Dank für Ihre Zeit und Unterstützung!
Julia Lang & Josefine Pannewitz
Aggression und Gewalt im Gesundheitswesen stellen ein signifikantes, jedoch häufig tabuisiertes Problem dar, das sich auch in der Ausbildung von Pflegefachkräften manifestiert. Trotz zunehmender Forschung seit den 1990er Jahren, die Konzepte zur Gewaltprävention hervorbrachte, bleibt die adäquate Vorbereitung von Auszubildenden auf diese Herausforderungen oft unzureichend. Studien beleuchten selten spezifisch die Erfahrungen von Auszubildenden, obwohl diese während ihrer praktischen Einsätze einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Auszubildende in der Pflege sind mit einer zunehmend verrohenden Gesellschaft konfrontiert, was zu signifikanten Aggressions- und Gewaltsituationen während ihrer praktischen Ausbildung führt. Die aktuelle Forschungslage lässt vermuten, dass:
- Auszubildende regelmäßig mit Aggressions- und Gewaltsituationen konfrontiert werden.
- Die Häufigkeit und Art dieser Konfrontationen zwischen verschiedenen Geschlechtsidentitäten variieren.
- Auszubildende sich unzureichend auf den Umgang mit diesen Situationen vorbereitet fühlen.
Diese ca. 10-minütige Online-Umfrage zielt darauf ab, die Wahrnehmung von Aggression und Gewalt in der praktischen Pflegeausbildung zu untersuchen und den Bedarf an zusätzlichen Schulungen zu evaluieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Differenzierung nach Geschlechtsidentitäten, um spezifische Bedürfnisse und Herausforderungen zu identifizieren.
Die Ergebnisse dieser Studie sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für Aggression und Gewalt in der Pflegeausbildung zu schärfen und evidenzbasierte Konzepte zur Prävention und zum Umgang mit diesen Situationen zu entwickeln. Dies ist entscheidend, um Auszubildende zu schützen und sie adäquat auf die Herausforderungen des Pflegeberufs vorzubereiten.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter: marcel.endert@freenet.de zur Verfügung.
Link zur Umfrage bei Empirio: https://www.empirio.de/s/JlzXYZcLRZ
Rassismus beinhaltet, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Kultur anders, schlechter behandelt werden als andere – sie werden diskriminiert. Im Gesundheitswesen kann das dazu führen, dass Menschen weniger Informationen und schlechtere medizinische Versorgung erhalten oder dass ihre Symptome falsch gedeutet werden, was zu einer falschen Diagnose oder Behandlung führen kann.
Im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundprojektes RiGeV Rassismen in der Gesundheitsversorgung forschen wir seit 01/2023 an drei Hochschulen (ASH Berlin, Universität Witten/Herdecke, Hochschule Fulda) zum Thema Rassismus in der Gesundheitsversorgung. Wir haben Patient:innen und Angehörige, Gesundheitsfachkräfte sowie Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen befragt und Einträge auf Bewertungsportalen ausgewertet. Auf der Grundlage dieser empirischen Ergebnisse möchten wir nun Interviews mit Leitungskräften (Pflege, Medizin oder Verwaltung) in Krankenhäusern oder Rehabilitationseinrichtungen durchführen.
Als Leitungskraft in einer Einrichtung des Gesundheitswesens können Sie uns helfen, Empfehlungen zum Abbau von Rassismus in Krankenhäusern/Rehabilitationseinrichtungen zu entwickeln, die das Gesundheitssystem gerechter und zugänglicher machen können. Auf diese Weise können Sie einen Beitrag dazu leisten, dass alle Menschen die gleiche qualitativ hochwertige medizinische Versorgung erhalten.
Wir würden gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen und von Ihren Erfahrungen lernen sowie Ideen entwickeln, welche Spielräume in der Organisation Krankenhaus oder Rehabilitationseinrichtung genutzt oder erschlossen werden können, um Veränderungen anzustoßen.
Das Gespräch wird voraussichtlich ca. 30 bis 60 Minuten in Anspruch nehmen, je nachdem, über welche Aspekte wir miteinander sprechen. Sie können entscheiden, ob das Gespräch im Rahmen eines persönlichen Treffens stattfindet oder per Video-Anruf geführt wird. Sollten Sie sich ein persönliches Gespräch wünschen, fallen für Sie keine Fahrtkosten an, wir reisen zu Ihnen.
Wenn Sie Interesse haben mit uns zu sprechen, freuen wir uns über Ihre Nachricht.
Nähere Informationen erhalten Sie auf https://www.hs-fulda.de/gesundheitswissenschaften/forschung/forschungsschwerpunkte/versorgungsforschung/rigev.
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Regina Brunnett, Ksenia Meshkova
Kontakt
Prof. Dr. Regina Brunnett
Hochschule Fulda Fachbereich Gesundheitswissenschaften
Leipziger Str. 123
36037 Fulda
Tel.: 0151/65 12 86 75
E-Mail: Regina.Brunnett@gw.hs-fulda.de
Sie planen eine Studienarbeit oder ein Forschungsprojekt und suchen Pflegefachpersonen als Teilnehmende? Dann wenden Sie sich per E-Mail an pflegeberufsentwicklung@pflegekammer-rlp.de. Wir freuen uns auf Ihre spannenden Themen!