Unterstützung für die Kammern: gemeinsames Ziel bleibt gute Versorgungsqualität trotz aller Kritik

Mainz, 22. April 2026 – Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz begrüßt die klaren und wertschätzenden Worte der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Katrin Staffler. In einem Schreiben hebt sie die Bedeutung der pflegerischen Selbstverwaltung ausdrücklich hervor und betont: „Denn am Ende dienen die Pflegekammern nur einem wichtigen Ziel: einer guten und qualitätsgesicherten Versorgung.“

 

Die Pflegekammer Rheinland-Pfalz sieht sich durch diese Einschätzung in ihrem Auftrag bestätigt. Pflegekammern geben dem Berufsstand eine starke Stimme, fördern die Professionalisierung und tragen zur Sicherung der Versorgungsqualität der Bevölkerung bei.

 

„Gerade in herausfordernden Zeiten ist es wichtig, das Vertrauen in diese Strukturen zu stärken“, so die Kammer.

 

Gleichzeitig nimmt die Pflegekammer die aktuellen Diskussionen und kritischen Stimmen ernst. Die öffentliche Wahrnehmung der Entwicklungen in Rheinland-Pfalz habe Fragen aufgeworfen und teilweise zu Verunsicherung geführt.

„Umso wichtiger ist es, sorgfältig und verantwortungsvoll zu handeln“, betont die Kammer. Ziel sei es, sowohl den berechtigten Interessen der Mitglieder als auch dem Vertrauen der Öffentlichkeit gerecht zu werden.

 

Als erste Pflegekammer in Deutschland hat Rheinland-Pfalz Pionierarbeit geleistet und die pflegerische Selbstverwaltung maßgeblich geprägt. Der Aufbau erfolgte mit breiter Unterstützung aller Landtagsfraktionen. Von Beginn an war er aber auch mit Herausforderungen verbunden – ein Prozess, der bis heute Engagement und Durchhaltevermögen erfordert. Zu den prägenden Akteurinnen zählt auch die ehemalige Vizepräsidentin der Pflegekammer Rheinland-Pfalz, Sandra Postel. Sie hat vor allem Maßstäbe für die Kommunikation gesetzt und diese entscheidend mitgeprägt.

 

Mit Blick auf andere Bundesländer zeigt sich, dass die Rahmenbedingungen unterschiedlich sind. So profitiert die 2022 gegründete Pflegekammer NRW von einer staatlichen Finanzierung; Mitgliedsbeiträge werden erst seit Kurzem in moderater Höhe erhoben. Gleichzeitig zeigt sich aber auch dort, dass Selbstverwaltung noch lange kein Selbstläufer ist. Auch unter Führung von Präsidentin Sandra Postel sieht sich die Pflegekammer NRW teils deutlichem Gegenwind ausgesetzt, und Teile der Mitgliedschaft stellen Pflichtmitgliedschaft und Nutzen einer Kammer kritisch in Frage.

 

Die Pflegekammer Rheinland-Pfalz unterstreicht, dass sie ihren gesetzlichen Auftrag weiterhin mit Nachdruck erfüllen wird. Im Mittelpunkt stehen die Interessen der professionell Pflegenden sowie die Sicherung einer qualitativ hochwertigen Versorgung der Bevölkerung. Das gemeinsame Ziel beider Kammern bleibt die Stärkung der Pflege als eigenständiger Heilberuf.

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