27.09.2017, Mainz

Edith Kellnhauser erhält Verdienstkreuz am Bande

Kammerpräsident Mai gratuliert und würdigt die Verdienste der Wegbereiterin der Pflegekammerbewegung in Deutschland

Als „absolut verdient“ bezeichnet der Präsident der rheinland-pfälzischen Landespflegekammer, Dr. Markus Mai, die Auszeichnung Frau Professorin Dr. Edith Kellnhausers mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am heutigen Tage. „Edith Kellnhauser ist nicht nur eine Pionierin im Einsatz für Pflegekammern in Deutschland und eine der ersten deutschen Pflegewissenschaftlerinnen. Vielmehr hat sie stets die Verbesserung der Situation der Kolleginnen und Kollegen im Blick gehabt und sich für qualitativ hochwertige Pflege eingesetzt. Vor allem aber ist sie eine herausragende Persönlichkeit, die ihren Weg konsequent und mit Leidenschaft gegangen ist“, betont Mai.


Edith Kellnhauser (Jahrgang 1933) arbeitete nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester in Deutschland, Großbritannien, Ägypten und den USA. Neben vielen Jahren in der direkten Pflege war sie auch in verschiedenen Positionen des Pflegemanagements tätig, bevor sie – durch ein nebenberufliches Studium an der Florida International University in Miami (Florida) – den Bachelor of Arts in Philosophie und den Master of Science in Pädagogik erwarb. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland arbeitete sie zunächst im Deutschen Krankenhausinstitut in Düsseldorf; 1992 wurde sie als Professorin für die neu zu errichteten Studiengänge Pflegemanagement und Pflegepädagogik , deren Entwicklung sie als Gründungsdekanin maßgeblich mit beeinflusste, an der Katholischen Fachhochschule in Mainz berufen.


Kellnhauser, die 1993 mit einer Dissertation zum Thema „Krankenpflegekammern und Professionalisierung der Pflege: ein internationaler Vergleich mit Prüfung der Übertragbarkeit auf die Bundesrepublik Deutschland“ (Melsungen 1994) an der Universität Osnabrück zum Dr. phil. promovierte, wurde 1999 emeritiert, blieb jedoch weiterhin in verschiedenen Gebieten der Pflege tätig. Sie ist Autorin beziehungsweise Herausgeberin zahlreicher pflegefachlicher Publikationen. Neben Beiträgen in Fachzeitschriften, darunter in „Deutsche Krankenpflegezeitschrift“, „Die Schwester / Der Pfleger“, „Häusliche Pflege“, „Pflegeimpuls“, „Pflege aktuell“ und „Krankenhaus-Umschau“, veröffentlichte sie beispielsweise „Die Pflegestudiengänge an der Katholischen Fachhochschule Mainz. Implementierung und Entwicklung von 1992 bis 1999“ (Mainz 1999). „Berufskompetenzen professionell Pflegender. Bericht über eine Delphi-Studie zur Ermittlung von Anhaltspunkten für eine Pflegeausbildung, durchgeführt im Auftrag des Deutschen Bildungsrates“ (Mainz 2002) und „Fachenglisch für Pflegekräfte: die Nutzung englischer Fachtermini am Beispiel der Pflege in den USA“ (Hannover 2003).

„Mit der Berufung Edith Kellnhausers in den Gründungsausschuss zur Errichtung der Landespflegekammer im Jahr 2015 und ihrer Wahl in die Vertreterversammlung der Kammer ein Jahr später hat sich ein Kreis geschlossen. Nach ihrem jahrzehntelangen Engagement für die Pflegenden kann sie dies nun auch innerhalb „ihrer Kammer“ tun. Als beruflich Pflegende verdanken wir Edith Kellnhauser eine Menge. Für ihr Engagement und ihre Beharrlichkeit gilt es, Dank zu sagen“, so Mai.


Um diesem Dank gebührenden Ausdruck zu verleihen, veranstaltet die Landespflegekammer am 16. November einen Empfang zu Ehren Edith Kellnhausers in den Räumlichkeiten der Geschäftsstelle.

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