23.05.2017, Mainz

Polnische Abgeordnete besuchen Landespflegekammer

Politikerinnen und Politiker aus polnischer Partnerregion informieren sich über Pflege in Rheinland-Pfalz und Deutschland

Eine hochrangige Delegation polnischer Abgeordneter aus der Woiwodschaft Oppeln, der Partnerregion des Landes Rheinland-Pfalz, war am Montag, 22. Mai in den Räumlichkeiten der Landespflegekammer zu Gast. Als „besondere Ehre“ wertete Kammerpräsident Dr. Markus Mai den Besuch der Abgeordneten des Sejmiks, vergleichbar etwa mit dem Landtag. „Der Austausch mit den polnischen Politikerinnen und Politikern war eine hervorragende Gelegenheit, um über pflegerische Versorgung in Deutschland und Polen zu reden. Insbesondere die Erfahrungen unserer Gäste mit Pflegekammern waren natürlich von größtem Interesse“, erläutert Mai.

Die rege inhaltliche Diskussion drehte sich um Unterschiede in der Pflege und dem Gesundheitswesen in Polen und Deutschland. Insbesondere der Aufbau der Pflegeversicherung und die grundsätzliche Ausfinanzierung pflegerischer Leistungen standen für die polnischen Gäste weit oben auf der Agenda. Auch das Thema ambulante Pflegedienste wurde intensiv erörtert. Kammerpräsident Mai verwies darüber hinaus auf die Forderung, die Landesregierung müsse ihrer Verantwortung bei der Finanzierung der Krankenhäuser im Land nachkommen. „Die von der „Ampel-Koalition“ verabredete Aufstockung der Investitionsfinanzierung bis zum Jahr 2020 um dann mindestens 15 Millionen € kann aufgrund des lange anhaltenden Investitionsstaus nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. An der Stelle erwarten wir ein stärkeres Engagement der Landesregierung.“

Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gesprächsrunde auch in der Frage nach der Notwendigkeit einer institutionalisierten Interessenvertretung für Pflegende. Daher soll ein intensiver Dialog und eine gute Kooperation der rheinland-pfälzischen Landespflegekammer mit der Kammer in Polen gestartet werden.

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