Patientensicherheit muss höchste Maxime der pflegerischen Versorgung sein

Kaiserslautern, 16.09.2019

Landespflegekammer zum Welttag der Patientensicherheit in Seniorenresidenz des Westpfalz-Klinikums zu Gast – Bewusstsein für Thematik muss in allen Settings gefördert werden

„Wir möchten heute gemeinsam mit der Seniorenresidenz des Westpfalzklinikums in Kaiserslautern darauf aufmerksam machen, dass die Sicherheit von Menschen mit Pflegebedarf in allen Settings der Pflege höchste Priorität hat“, erklärt Hans-Josef Börsch, Vorstandsmitglied der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, zu Beginn der Veranstaltung und führt aus: „Kern von Konzepten zur Patientensicherheit ist dabei vor allem die Schaffung einer guten Fehlerkultur in den Einrichtungen, in den Teams und ganz persönlich bei jeder Pflegefachperson in der Praxis. Nicht umsonst ist die Patientensicherheit ein wichtiger Teil der von uns konzipierten Berufsordnung.“

Anlässlich des Welttags der Patientensicherheit am 17. September, der in diesem Jahr erstmalig durch die Weltgesundheitsversammlung ausgerufen wurde, veranstaltet die Landespflegekammer gemeinsam mit der Seniorenresidenz des Westpfalz-Klinikums in Kaiserslautern eine Dialogveranstaltung mit dem Thema „Sicherheitskultur auf allen Ebenen“. Bereits seit 2015 richtet das Aktionsbündnis Patientensicherheit, in welchem die Landespflegekammer vertreten ist, deutschlandweit einen Aktionstag zur Patientensicherheit aus. Ziel der Veranstaltungen an diesem Tag ist es, Gesundheitspersonal, politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler, professionelle Netzwerke und die Gesundheitsbranche zu mobilisieren, um sich für die Patientensicherheit einzusetzen und das Engagement in der Öffentlichkeit für Patientensicherheit zu stärken.

„Oftmals beziehen sich Maßnahmen und Konzepte zur Patientensicherheit auf den klinischen Bereich. Beispielsweise wird das Critical Incident Reporting System (CIRS) des Aktionsbündnisses für Patientensicherheit mittlerweile von vielen Kliniken angewendet. Selbstverständlich sind Maßnahmen zur Sicherheit von zu Pflegenden aber für die gesamte Pflegeprofession relevant und entsprechen dem professionellen Selbstbild der Pflegenden, sowohl im klinischen Bereich, aber auch in der Langzeitpflege“, so Börsch und ergänzt: „Dabei haben solche Maßnahmen auch große wirtschaftliche Relevanz. Denn Fehler und Risiken frühzeitig zu erkennen und Versorgungssicherheit zu gewährleisten hilft nachhaltig und sinnvoll teure Folgekosten zu vermeiden.“

„Die vorgestellten Maßnahmen zur Bewohnersicherheit der Seniorenresidenz in Kaiserslautern sind beispielhaft für gute Ansätze in der Langzeitpflege. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, weiter daran zu arbeiten, Versorgungssicherheit auf allen Ebenen zu fördern und die Voraussetzungen zu schaffen, die eine gute und förderliche Fehlerkultur in der Pflege ermöglichen. Auf der politischen Ebene - im Austausch mit allen relevanten Playern im Gesundheitswesen - auf der Ebene der Einrichtungen des Gesundheitswesens und auf der Ebene der Teams vor Ort. Die heutige Veranstaltung bringt all diese Ebenen zusammen“, so Börsch abschließend.

 

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