Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen nimmt Konturen an

Mainz, 21.09.2020

Gründung einer Pflegekammer im bevölkerungsreichsten Bundesland wichtiges Signal - Sandra Postel wurde zur Vorsitzenden des Errichtungsausschusses gewählt

„Die Gründung selbstbestimmter und unabhängiger Standesvertretungen ist für unsere Berufsgruppe wichtiger denn je. Nur mit ihnen lässt sich sicherstellen, dass die Belange der Pflegefachpersonen von der Politik wahrgenommen und umgesetzt werden. Daher freue ich mich umso mehr über die Einberufung des Errichtungsausschusses zur Gründung einer Landespflegekammer in Nordrhein-Westfalen. Die breite Zustimmung im bevölkerungsreichsten Bundesland macht sowohl uns als auch Befürwortern der Pflegekammer in anderen Ländern Mut. Wir hoffen nun, dass der Funke überspringt und sich weitere Länder anschließen. Wir möchten Karl-Josef Laumann als zuständigen Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen für sein Engagement danken und hoffen, dass andere Politiker seinem Beispiel folgen. Für die Weiterentwicklung unseres Berufsstandes ist die Gründung effektiver Selbstverwaltungen sehr wichtig, da wir nur so ohne Fremdbestimmung bei pflegepolitischen Fragen mitsprechen können“, so Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Im vergangenen Juni hatte der nordrhein-westfälische Landtag mit den Stimmen der Fraktionen der CDU, der FDP und Bündnis 90/Die Grünen die Errichtung einer Pflegekammer beschlossen. Der Errichtungsausschuss hat nun die Aufgabe, die Pflegekammer als moderne Selbstverwaltungsorganisation und berufsfachliche Interessenvertretung der Pflege aufzubauen. Um die Aufbauarbeit leisten zu können, wurden aus dem Kreis der Berufsangehörigen, Fachverbänden und Gewerkschaften heute in Düsseldorf 19 Mitglieder und 19 stellvertretende Personen in den Errichtungsausschuss berufen. Dabei sind Frauen sowie Pflegefachpersonen aus dem Bereich der ambulanten sowie stationären Altenpflege angemessen berücksichtigt. Zu den Mitgliedern des Errichtungsausschusses gehört auch die heute zur Vorsitzenden gewählte Sandra Postel, bisherige Vizepräsidentin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

 „Ich bedauere es sehr, dass uns Sandra Postel verlässt. Eine derart erfahrene und ausgewiesene Expertin und enge Mitstreiterin in Rheinland-Pfalz zu verlieren ist für die Landespflegekammer natürlich sehr bedauerlich. Mit einem lachenden Auge stelle ich dann aber doch fest, dass der Errichtungsausschuss in Nordrhein-Westfalen von einer Kollegin mit umfangreicher Kammererfahrung geleitet wird. Eine absolut essentielle Voraussetzung für eine gute Aufbauarbeit. Für ihre Zukunft wünsche ich ihr alles Gute und viel Erfolg und bin mir absolut sicher, dass sie einen sehr großen und bedeutenden Beitrag zur Gründung der Landespflegekammer in Nordrhein-Westfalen leisten wird“, sagt Mai.

„Ich habe mich schon sehr gefreut, als ich von Herrn Laumann in den Errichtungsausschuss berufen wurde. Jetzt auch das Amt der Vorsitzenden innezuhaben, erfüllt mich mit Stolz! Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe und werde alle Energien und Kompetenzen einsetzen, um die Pflege in Nordrhein-Westfalen mit einer starken Kammerstimme auszustatten. Dafür sind Erfahrung und Netzwerk vonnöten und ich finde es unschlagbar, dass wir in Rheinland-Pfalz dann einen strategischen Partner haben, der mir nun mal bestens vertraut ist. Ich bin mir sicher, dass wird der Pflegepolitik in beiden Ländern zugutekommen. Vermissen werde ich die Kolleginnen und Kollegen des Vorstandes und der Vertreterversammlung allerdings sehr“, so Postel.

 

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