Stellungnahme zu Pflegepersonaluntergrenzen

Der Referentenentwurf über die Verordnung zur Festlegung von Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Krankenhausbereichen für das Jahr 2019 (Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung - PpUGV) des Bundesministeriums für Gesundheit ist in seiner Zielsetzung zunächst zu begrüßen.

Die Erbringung von qualitativ guter Pflege ist sowohl von der Personalkapazität (quantitativ), wie auch von der Qualifikation des Personals (qualitativ) abhängig. Zu beachten ist insbesondere, dass eine reine quantitative Aufstockung um zum Teil undifferenzierte Helferberufe der Zielsetzung nicht gerecht werden kann.

Personaluntergrenzen müssen sich unbedingt an pflegewissenschaftlichen und fachlichen Standards orientieren. Hierbei spielt vor allem die Bedarfsorientierung und die Versorgungsqualität eine Schlüsselrolle. Es ist eine valide Benennung pflegerischen Tuns notwendig. Hieran mangelt es weiterhin. "If we cannot name it, we cannot control it, practice it, teach it, finance it, or put it into public policy" (Norma Lang; 1980). Die langjährige Forderung der professionellen Pflege nach einer Entwicklung der Grundlagen um das Wissen der Pflege, wird auch im vorliegenden Referentenentwurf nicht berücksichtigt.

Zurück