Mainz, 11. Februar 2026 – Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar macht die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz auf die besondere Bedeutung der Notrufnummer 112 aufmerksam. Sie ist europaweit die einheitliche Anlaufstelle bei lebensbedrohlichen Situationen – und ein wichtiger Bestandteil des Zusammenspiels von Rettungsdienst und professioneller Pflege.
Die 112 ist rund um die Uhr kostenfrei erreichbar und kann von jedem Telefon aus gewählt werden, auch ohne Guthaben oder bei gesperrtem Smartphone. Qualifizierte Leitstellen nehmen Notrufe entgegen, stellen gezielte Fragen und koordinieren den
Einsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr. In vielen Fällen erhalten Anrufende bereits am Telefon wichtige Hinweise, bis professionelle Hilfe eintrifft.
Der Aktionstag erinnert zudem daran, die 112 ausschließlich für echte Notfälle zu nutzen, etwa bei schweren Unfällen, Atemnot, Herzinfarkten oder Bränden. Für dringende, aber nicht lebensbedrohliche gesundheitliche Probleme steht außerhalb der regulären Sprechzeiten der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 zur Verfügung. So bleiben die Notrufleitungen für akute Notlagen frei.
Auch in der Pflege ist die 112 ein fester Bestandteil der Notfallversorgung. In akuten Situationen arbeiten Pflegefachpersonen und Rettungsdienst eng zusammen, um eine schnelle und abgestimmte Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. In Rheinland-Pfalz wird diese Zusammenarbeit seit 2022 durch die Fachweiterbildung Akut- und Notfallpflege nach Vorgaben der Landespflegekammer gestärkt. Die zweijährige, berufsbegleitende Weiterbildung verbindet theoretischen Unterricht mit praktischen Einsätzen und qualifiziert gezielt für die Arbeit in Notaufnahmen, Intensivstationen und der Anästhesie.